Was ist Freimaurerei?

Freimaurerei ist ein Weg der Selbsterkenntnis, der inneren Wandlung und der Arbeit an zeitlosen menschlichen Werten.

Freie Männer von gutem Ruf

Freimaurerei ist Selbsterkenntnis und Selbstveredelung. Freimaurer sprechen von der „Königlichen Kunst“, weil sie sich mit der schwierigsten und höchsten Aufgabe beschäftigen, der sich ein Mensch widmen kann: der Arbeit an der eigenen Persönlichkeit.

Freimaurerei verkörpert zeitlose menschliche Werte und pflegt diese in einem Kreis offenherziger Menschen. In der Gemeinschaft bietet sie das Rüstzeug zur persönlichen Weiterentwicklung. Durchzogen von den Ideen der Aufklärung hat Freimaurerei auch einen kulturellen und gesellschaftlichen Anspruch. Das erfolgreiche Miteinander steht im Zentrum, ebenso wie Wohltätigkeit und die Bereitschaft, sich den Menschen zuzuwenden.

Wer sich fragt: „Wer bin ich?“, „Woher komme ich?“, „Wozu lebe ich?“, stellt die richtigen Fragen, um Freimaurer zu werden. Der Hunger nach Antworten und der Wille, sich mit sich selbst und der eigenen Erkenntnisfähigkeit auseinanderzusetzen, sind das, was einen Freimaurer antreibt.

Ideen der Aufklärung

Die Freimaurerei ist ein Kind der Aufklärung. Sie versucht, dem Menschen mit Hilfe der Vernunft zum „Ausgang aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ (Immanuel Kant) zu verhelfen. Die Aufklärung befreit den Erkenntnisprozess von überkommenen Vorurteilen, starren Traditionen und Dogmen.

Noch heute fühlen sich Freimaurer den Idealen „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“ verpflichtet. Freimaurer haben viel zur Verbreitung der positiven Ideen der Aufklärung beigetragen. Zugleich ist Freimaurerei ein Korrektiv gegen Überheblichkeit, Machtstreben und reinen Materialismus.

Ziele der Freimaurerei

Das Ziel der Freimaurerei ist die innere Wandlung des Menschen – die Arbeit an sich selbst, das Wiederentdecken eines inneren Maßstabs und das Erleben von Verbundenheit mit etwas, das größer ist als der einzelne Mensch.

Freimaurerei ist eine Lebenshaltung, die zur Lebenshilfe wird, weil sie Anspruchsdenken und Machtstreben verurteilt. Sie fördert den natürlichen Kreislauf von Geben und Nehmen, trägt zur Humanisierung der menschlichen Gemeinschaft und zur Persönlichkeitsbildung des Einzelnen bei.